Wir über uns

Seit 1958 gibt es deutschsprachiges kirchliches Leben in Nordindien, sowohl evangelisches wie auch katholisches.

Als evangelische Kirchengemeinde wenden wir uns an alle, die hier vorübergehend oder dauerhaft leben und den Kontakt zur Kirche deutscher Prägung und Sprache halten wollen. Und an die, die hier in einer neuen oder fremden Umgebung Kirche neu entdecken wollen. Deshalb steht das Gemeindeleben hier auch auf zwei Beinen.

Einem, das diesen Kontakt mit der Kirche in Deutschland hält, sei es durch die Feier von Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen, sei es durch Schul- und Konfirmandenunterricht, geistliche und kulturelle Angebote, Pflege der ökumenischen Beziehungen zur (ebenfalls deutschsprachigen) katholischen Emmausgemeinde, durch seelsorgerliche und gesellige Angebote. Gerade so, wie eine Gemeinde das in Deutschland, Österreich oder der Schweiz auch tun würde.

Und einem zweiten Standbein, das zeigt, dass wir wissen, wo wir sind und uns einbringen wollen in das religiöse Leben an unseren Orten und vor allem in die sozialen Aufgaben, die sich hier ja oft viel drängender und ganz anders darstellen als in Mitteleuropa. Dies geschieht durch Kontakte zu indischen Gemeinden und Kirchen, Aufgeschlossenheit für andere Religionen und Engagement in sozialer Arbeit mit Menschen, die hier nach je unterschiedlichen Möglichkeiten etwas tun wollen, Not, Armut, Ausgrenzung zu verringern und zu lindern.

Beides gehört unauflöslich zusammen, der Glaube an die Liebe Gottes und die Konsequenzen für das Handeln am je konkreten Ort. Wir wollen ein Stück Heimat sein im doppelten Sinn, sowohl die, aus der wir kommen, als auch den Ort, an dem wir leben, ob nun für ein paar Jahre oder für immer, als Stück Heimat erfahrbar werden zu lassen. Denn Heimat hat nun einmal viele Facetten und entwickelt sich für jeden mit jedem neuen Lebensabschnitt weiter. Dies wollen wir in unserem Gemeindeleben zum Ausdruck bringen, voll Vertrauen auf Gottes Güte, die uns leiten möge.

Wir sind übrigens weder die ersten, noch die einzigen, die aufbrechen und in einem neuen Land ihre Zelte aufschlagen. Der Erzvater Abraham bekam gesagt: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ (1. Mose 12,2) Und das Versprechen war ihm Heimat auf der Wanderung.

Wir freuen uns auf Sie.

Im Namen der ganzen Gemeinde

Der Gemeindekirchenrat und Pfarrer Lesinski